Polarlichtreise nach Norwegen | 2018

Mehr
3 Monate 6 Tage her - 1 Monat 3 Wochen her #4 von Justin
Polarlichter - eines der atemberaubendsten Naturphänomene. Jedes Jahr pilgern zahlreiche Menschen in Regionen, wo diese sehr häufig auftreten. Zwischen dem 28.10. und dem 07.11.2018 wird es auch meine Freundin und mich in den hohen Norden verschlagen. Genauer gesagt geht es nach Norwegen.

Gestern haben wir nach relativ langer Suche, da ich bis auf Tromsø bisher kaum empfehlenswerte Orte kannte, via airbnb eine schöne Ferienwohnung gebucht. Dabei befindet sich diese in Grovfjord - einem kleinen und abgelegeneren Ort mit etwa 400 Einwohnern. Malerische Fjurden prägen dabei das Landschaftsbild - ideal für die Fotoreise. Von hier aus hat man es auch nicht weit bis auf die Lofoten.

Der Flug wurde mittlerweile auch gebucht. Dabei geht es mit Lufthansa zuerst von Frankfurt a.M. nach Oslo und von dort aus nach einem Zwischenstop mit Scandinavian Airlines (SAS) direkt zum Flughafen Harstad/ Narvik. Im Anschluss werden wir einen Mietwagen nehmen (ist bereits reserviert), da man besonders in den dortigen Regionen hierdurch bedeutend flexibler unterwegs sein kann. Am Wochenende fahren Busse scheinbar nur die größeren Ortschaften an und selbst werktags wäre die Auswahl zeitlich nur begrenzt gewesen. Wie auch immer... Eigentlich muss nur noch das Wetter (d.h. möglichst wenig Bewölkung) mitspielen. Allein deswegen haben wir sicherheitshalber auch gleich ein paar Tage mehr eingeplant, wodurch sich hoffentlich einige Optionen ergeben. Eine 100%-ige Chance auf Erfolg bei der Sichtung von Polarlichtern besteht leider nicht. Aber man will ja trotzdem etwas optimistisch bleiben, von daher: abwarten und Tee trinken ;)

Weiteres folgt zeitnah!
Letzte Änderung: 1 Monat 3 Wochen her von Justin.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
1 Monat 3 Wochen her - 1 Monat 3 Wochen her #5 von Justin
In einigen Tagen geht es los in Richtung Norwegen.

Die KP-Langzeitprognose sieht für den Zeitraum zwischen dem 03.11. und dem 06.11. gute Chancen für mögliche Polarlichter. An den ersten beiden Tagen wären aus heutiger Sicht auch stärkere Polarlichter möglich (KP 5). Allerdings muss letztendlich auch das Wetter mitspielen, ansonsten wird man nix interessantes am Himmel sehen.



Quelle: NOAA, SpaceWeatherLive.com
Anhang:
Letzte Änderung: 1 Monat 3 Wochen her von Justin.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche her #7 von Justin
Gestern sind wir gegen 06:45 Uhr vom Flughafen Frankfurt/ Main abgeflogen - zuerst nach Oslo und von dort aus nach einem Zwischenstopp weiter in Richtung Harstad/ Narvik. 13:00 Uhr sind wir endlich angekommen und der Mietwagen wurde entgegengenommen. Da scheinbar alle Wagen der zuvor reservierten Fahrzeugklasse vergeben waren, bekamen wir letztendlich einen BMW X1. Sehr ungewohnt war dabei zunächst die Umstellung auf Automatikgetriebe, immerhin hätten wir normalerweise ein Auto mit manuellem bekommen müssen. Letztendlich konnte man sich aber relativ schnell daran gewöhnen.

Ca. 45 Minuten haben wir gebraucht, um durch die leicht verschneiten Straßen nach Grovfjord zu gelangen. Bereits beim Anflug konnte man schon erahnen, wie faszinierend die Landschaft hier ist. Egal ob im Sommer oder im Winter, eigentlich lohnt sich die Ecke zu jeder Jahreszeit.

An unserer Unterkunft angekommen, wurden wir von den freundlichen Vermietern empfangen. Die Ferienwohnung ist wirklich klasse, bisher gibt es nichts negatives zu berichten. Sie ist sauber, modern und insgesamt ziemlich gemütlich eingerichtet. Selbst eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner und ein Geschirrspüler sind vorhanden - was ja auch nicht so oft vorkommt. Brötchen, Teebeutel, etwas zu trinken, Marmelade wurden für die Ankunft außerdem bereits bereitgestellt. Müssten wir die Ferienwohnung benoten, würde sie wohl eine klare 1 mit Sternchen bekommen. Hinzu kommt noch die optimale Lage. Der Ort ist zwar etwas abgelegen, aber landschaftlich definitiv zu empfehlen. Außerdem sind die Städte Harstad und Narvik mit einem Mietwagen in etwa 1 Stunde und 30 Minuten zu erreichen. Dasselbe gilt, wenn man nach Schweden fahren möchte. Nach Tromsö muss man etwas mehr Zeit einplanen (nach Google Maps etwa 3 Stunden).

Heute bzw. am ersten richtigen Tag haben wir erstmal ausgeschlafen und sind danach etwas in der Gegend rumgefahren. Allein das Auto fahren macht hier richtig Spaß, insofern man mit dem Wildwechsel (wir hatten zwar noch nichts davon mitbekommen, aber v.a. in der Dämmerung und nachts kann das schnell gefährlich werden) und durch die Witterung (Glätte) keine Probleme bekommt. Kaum Verkehr und eine spektakuläre Landschaft.

Abends ging es noch einkaufen. Für ein paar übliche Dinge bzw. einem eher kleineren Einkauf haben wir knapp über 500 NOK (Norwegische Kronen) bezahlt. Umgerechnet sind das fast 54€. Es stimmt also, dass Norwegen recht teuer ist. Gekauft haben wir unter anderem Polarbrot, von welchem wir zuvor gelesen haben. Das sind kleinere, runde Brotscheiben - sieht so ähnlich aus wie Fladenbrot.

An dieser Stelle gleich ein paar erste Bilder, weitere folgen:













Polarlichter gab es bis zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht, obwohl es wettertechnisch derzeit bestens passen würde. In den kommenden Tagen steigen zwar die Chancen an, allerdings wird das Wetter dafür wieder wechselhafter. Wir lassen uns einfach überraschen, ändern kann man es sowieso nicht ;)
Letzte Änderung: 1 Monat 1 Woche her von Justin.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
1 Monat 1 Woche her - 1 Monat 1 Woche her #8 von Justin
Heute ging es vormittags nach Harstad. Wir haben uns die Stadt angeschaut und etwas eingekauft. Danach ging es wieder nach Grovfjord, unterwegs machten wir noch einige Bilder:



Für die kommenden Tage ist ein Ausflug nach Narvik sowie eine Tour über die E10 geplant. Die Straße erstreckt sich über die gesamte Lofoten-Inselkette und verbindet die wichtigsten Orte miteinander. Natürlich sind wir von den 1000 Freikilometern abhängig. Sobald wir diese überschreiten, müsste man pro Kilometer extra zahlen.

NACHTRAG: Polarlichttechnisch haben wir heute eigentlich nicht viel erwartet. Die KP-Prognose zeigte keine Auffälligkeiten (gerade mal max. KP 2, ab KP 3 könnte man hier i.d.R. schwächere Polarlichter sehen) und erst für den 03.11. wird ein KP 5 prognostiziert, wobei hier wettertechnisch aber noch Unsicherheiten bestehen. Trotz allem klingelte in den Abendstunden unser Vermieter der Ferienwohnung und sagte, dass es derzeit Polarlichter gäbe. In kürzester Zeit packten wir dann natürlich die Kamera ein und mit einer dünnen Jacke ging es bei etwa +3°C zunächst vor die Haustür und später auch an einen abgelegeneren Ort. Phasenweise bewegten sich am Himmel stärkere bzw. helle Polarlichter, meist in ziemlich schneller Geschwindigkeit. Insgesamt gab es aber stundenlang schwächeres Polarlicht in Form eines langgezogenen Bandes. Es war wirklich sehr faszinierend und ebenso kam es richtig überraschend! Hinzu kam das Glück, dass für einige Stunden auch ideales Wetter herrschte, da es einen sternenklaren Himmel gab und erst zum Ende hin Wolkenfelder aufzogen. Auch das Mondlicht störte kein bisschen, zumal dieser erst später hinter dem Berg hervorkam. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal bei unseren Vermietern Ralf und Monika für die nette Info, ansonsten hätten wir es wohl nicht einmal mitbekommen, obwohl wir in den Nächten zuvor immer darauf geachtet haben.

Nun zum ersten Bild:



Natürlich wird es später noch weitere geben, allerdings werden die meisten noch einmal leicht nachbearbeitet (wegen der Rohdatei bzw. RAW ist u.a. eine Nachschärfung notwendig). Hierdurch wird nochmal viel Zeit beansprucht.
Anhang:
Letzte Änderung: 1 Monat 1 Woche her von Justin.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
4 Wochen 1 Tag her - 4 Wochen 1 Tag her #9 von Justin
Mittlerweile sind wir wieder in Deutschland angekommen. Am Mittwoch sind wir gegen 07:30 in Grovfjord gestartet, haben nochmal den Mietwagen vollgetankt und sind etwa kurz vor 08:30 Uhr am Flughafen Harstad/ Narvik (Evenes) eingetroffen. Von hier aus ging es reibungslos mit einem kurzen Zwischenstopp in Oslo weiter in Richtung Frankfurt a.M..

Kleiner Rückblick und Fazit

In der Nacht vom 04.11. auf den 05.11. sowie vom 05.11. auf den 06.11. gab es nochmals Polarlichter, wobei das Wetter aber nicht richtig mitspielte. Immerhin gab es hin und wieder ein paar Wolkenlücken, sodass wenigstens noch einige Bilder zustande kamen.

Auch die Tour über die E10 haben wir vorzeitig abbrechen müssen, da es sich bei dem Wetter einfach nicht für Fotos oder weitere Freizeitaktivitäten gelohnt hat. In den letzten 3-4 Tagen hat es eigentlich nahezu immer geregnet, teils war es ziemlich stürmisch und die Sicht auf die umliegenden Berge in vielen Fällen verdeckt. Man muss aber auch dazu sagen, dass so eine wechselhafte Wetterlage dort keine Seltenheit ist, besonders aufgrund der Lage zum Atlantik. Es kam also nicht überraschend, aber darüber geärgert hat man sich natürlich dennoch.

Trotz allem war es eine sehr schöne Reise und man kann es nicht oft genug sagen, dass Norwegen oft unterschätzt wird. Dafür hat es aber den Vorteil, dass die Lofoten-Ecke bisher keine Touristenhochburg geworden ist. Für Landschaftsfotografen ist es allemal ein Highlight, nicht nur durch die Polarlichter. Auch für Paare und Familien kann man es nur empfehlen, da man hier gut abschalten und die ruhige Natur genießen kann.

Wer etwas Abwechslung sucht, kann die umliegenden Städte besuchen. Harstad ist etwa 57km und Narvik, je nach gewählter Route, 71km bzw. 85km von unserem Ausgangspunkt (Grovfjord) entfernt.

Bei gutem Wetter lohnt es sich auch, die E10 abzufahren, so wie wir es eigentlich geplant hatten. Wie letztens bereits erwähnt, kann man über diese Straße die gesamte Inselkette abfahren und kommt unter anderem an weiteren Städten vorbei - auch landschaftlich ist es ein absolutes Highlight! Eins muss man aber wissen: Die Strecke zieht sich extrem in die Länge. Allein die Hinfahrt beansprucht von uns aus bereits über 300km, das sind etwa 4 bis 5 Stunden - wohlgemerkt ohne Pausen! Die E10 endet in Å i Lofoten. Dieser Ort befindet sich fast am äußersten Zipfel der Inselkette.

Auch zu empfehlen sind u.a. der Haukland Beach sowie weitere bekannte Strände in der Umgebung. Diese blieben bis zum jetzigen Zeitpunkt unberührt und sind nach wie vor komplett der Natur überlassen.

Bei unserer nächsten Norwegen-Reise werden wir die E10-Tour bei besserem Wetter definitiv noch einmal angehen und auch die genannten Strände besuchen. Wann genau, steht aber noch nicht fest. Zuvor sind für 2019 noch 2 USA-Trips geplant.

Finanzielle Infos

Norwegen ist bekanntlich relativ teuer, auch was Lebensmittel angeht. Es ist tatsächlich empfehlenswert, ein paar Kleinigkeiten vor der Hinreise mit in den Koffer zu packen. Wir hatten zum Beispiel ein paar Suppentüten mitgenommen.

Für 10 Tage kamen wir grob auf folgende Preise:

Hin- und Rückflug (Lufthansa, Economy Classic): pro Person 366€
Unterkunft (Ferienwohnung): knapp über 700€
Mietwagen: ca. 500€ (bei uns BMW X1 M-Sportpaket, 1000 Freikilometer; komplett inkl. Jungfahrerzuschlag, Winterbereifung)
Mietwagen - Kaution: ca. 300€ (auch hier je nach Fahrzeuggruppe unterschiedlich, wird lediglich auf Kreditkarte geblockt)
Maut & Autopass: nachträglich noch einige Euronen durch Maut, in unserem Fall in Harstad

Tanken (1x volltanken, Diesel): ca. 60-70€
Essen, Trinken, Souvenirs etc.: ca. 300 bis 350€

Um die 2000€ sollte man unterm Strich schon einplanen, wenn man etwas ordentliches haben will. Natürlich kann der Preis auch abweichen, je nachdem was man letztendlich plant.

Alle Fotos folgen in den kommenden Tagen.
Letzte Änderung: 4 Wochen 1 Tag her von Justin.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.